Maronentorte mit Creme Fraiche

Esskastanien herzhaft als Torte angerichtet. Mit Hinweisen zu Esskastanien, Sammeln usw.

Etwa ab der zweiten Oktoberhälfte ist in den Wäldern Süddeutschlands, namentlich im Pfälzer Wald, Kastanienzeit. Roh sind sie nicht sehr bekömmlich, die Esskastanien, Maronen, oder auch mundartlich Käschde, eher bitter. Aber geröstet, gekocht oder gebacken sind sie schon eine kleine Delikatesse!

Von den ungezählten Rezepten, die es zu diesen leckeren Früchten gibt, deren feiner Geschmack etwas an Kartoffeln erinnert, aber eher mehlig, nussartig, etwas süßlich ansonsten unbeschreiblich ist, möchte ich hier eine kleine Eigenentwicklung vorstellen: Quiche Maroon, eine kleine Maronentorte.

Für diese kleine Torte brauchen wir 3 Dinge: einen Tortenboden, eine Creme und geschälte Maronen.

Tortenboden

Mit 200g Mehl (ich bevorzuge dazu Grünkernmehl, Dinkel), 1..2 Eiern, 1..3 EssL. Wasser und einem halben Stück Butter kneten wir einen Mürbeteig. Damit ergibt sich eine Torte für 2..3 Personen.

Creme

Wir mischen Creme fraiche, Schmand oder Sauerrahm, usw. mit Quark oder Frischkäse zu einer pikanten Füllung.

Maronen

Wir schälen zwei Hände voll Maronen.

Torte fertigstellen

Drücken wir nun den Mürbeteig in eine Backform passender Größe, verteilen die Creme über den Teig und im Anschluss daran die geschälten Maronen, die dabei auch in der Creme versinken dürfen.

Richtwerte zum Backen: 220°C / 30 Minuten in einer Backröhre ohne Umluft. Sofern eine Luftzirkulation in der Röhre möglich ist, kann entweder die Backzeit oder die Temperatur oder Beides veringert werden.

Ein paar Bilder zu meiner Torte:

Maronen nach dem Sammeln Die 3 Zutaten Fertige Maronentorte Maronen auf Speckkuchen

Das letzte Bild zeigt einen Teil von einem Speckkuchen, welcher auf Sauerteig angerichtet wird: Auch hier wurden Maronen mit geschmacklichem Erfolg auf die Füllung mitverteilt und mitgebacken. Und um noch ein Beispiel zu nennen: Auch Zwiebelkuchen mit Maronen schmeckt ausgezeichnet!

Hinweise für Sammler und Sonstiges

Normalerweise platzen die stacheligen Hüllen und die Käschde kullern auf dem Waldboden, den Wegen usw. herum. Mit gut besohltem Schuhwerk oder dicken Handschuhen ausgerüstet, gelangen wir auch so oder so an den Inhalt.

Wer der Sammlerleidenschaft nicht frönen möchte: im Herbst haben unsere lieben Pfälzer überall ihre Stände aufgebaut, wo es auch die begehrten Käschde gibt. Wenn Sie im Herbst in der Pfalz unterwegs sind, fragen Sie dort einfach mal nach, was für einen Tipp dieser oder jener Produzent zu seinen Produkten parat hat - Sie werden erstaunt sein!

Weitere verschiedene Garungsmöglichkeiten

Wie schon gesagt, roh schmecken die Maronen nicht besonders gut. Schauen wir uns an, welche Möglichkeiten es gibt, aus den roh bitter schmeckenden Früchten so richtig gute Leckereien zu machen.

Rösten

Was gibt es schöneres als mit einer Tüte frisch gerösteter Maronen auf der Hand über den Weihnachtsmarkt von Speyer, Landau oder einer anderen schönen Pfälzer Stadt zu schlendern...

Damit die Kastanien beim Rösten nicht austrocknen oder explodieren werden diese ganz einfach nur eingeschnitten. Dieses Einschneiden oder Ritzen, nicht mehr und nicht weniger, hat auf der flachen Seite zu erfolgen. Das Rösten kann in einer normalen Backröhre erfolgen, Richtwerte: 20..30 Min / 200 °C.

Vor dem Verzehr von gerösteten Kastanien ist lediglich die äußere harte Schale abzuziehen, was ganz leicht möglich ist. Die innere Schale gibt einer gerösteten Kastanie den knusprigen Geschmack und wird mitgegessen.

Kochen

Vor dem Kochen werden Maronen geschält. Dabei ist die äußere harte Schale zu entfernen. Wer es besonders fein mag entferne vor dem Kochen auch die innere Schale durch Abschaben mit einem scharfen Schälmesser. Dieses Abschaben lässt sich erleichtern, wenn die geschälten Maronen mit heißem Wasser überbrüht werden (blanchieren).

Geschälte Maronen werden entweder extra gekocht (25 Minuten - nicht länger) oder zusammen mit einer Beilage, zum Beispiel Kartoffeln, Reis, usw. Maronen zusammen mit Rosenkohl gekocht ergeben eine Delikatesse.

Auch zum Pürieren eigenen sich gekochte Maronen. Wie wäre es einmal mit Erbsenpüree zusammen mit Maronen? Probieren Sie es - Sie werden begeistert sein!


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