Saure Gurken und Gewürzgurken werden oft miteinander verwechselt. Der folgende kleine Artikel zeigt die Unterschiede und gleichzeitig auch, wie einfach es ist, Saure- oder Gewürzgurken selbst zu machen.
Für beide Delikatessen brauchen wir frische, knackige Gurken aus dem Garten oder vom Markt.

Zutaten und Gewürze:
Den Essig mit Wasser auf etwa 2% Säure verdünnen, die Gurken mit den weiteren Zutaten damit übergießen, aufkochen und nach cirka 3 Minuten die Hitzezufuhr abschalten. Blitzgurken können noch am selbigen Tag probiert werden, schmecken nach ein paar Tagen optimal und sind dann zum alsbaldigen Verbrauch bestimmt. Blitzgurken für die Dauer ihres kurzen Lebens am besten im Kühlschrank aufbewahren.
Im Gegensatz zu Gewürzgurken werden Sauren Gurken durch Milchsäuregärung erzeugt - das gibt auch so den gewünschten Geschmack, so dass ein Zusatz weiterer Gewürze nicht unbedingt erforderlich ist. Ein paar Pfefferkörner oder eine kleine Chilischote passen jedoch immer...
So wirds gemacht: Frische knackige Gurken in eine passende Schüssel schichten und sparsam mit Salz bestreuen. Dazu eine Messerspitze Natron geben und den Pfeffer. Wasser zum Sieden erhitzen und die Gurken damit überbrühen.
Die Messerspitze Natron (nicht mehr!) verschiebt den pH - Wert ein ganz klein bischen in den basischen Bereich, dadurch werden die Milchsäurebakterien angeregt sich zu entwickeln. Noch schneller kommt die Gärung in Gang, wenn eine erbsengroße Menge Sauerteig hinzugefügt wird.
Die Gurken in der Schüssel dann mit einem Teller abdecken und diesen Teller mit einem Stein beschweren, siehe Bild untenstehend links: Es darf kein Gürkchen mehr rausgucken und alles muss mit Flüssigkeit bedeckt sein. Der Stein darf kein Kalkstein sein, denn das würde die Milchsäure neutralisieren.
Das Einsetzen der Milchsäuregärung können wir bereits nach 2..3 Tagen beobachten: Es bildet sich eine feine Schicht Kahm auf der nunmehr getrübten Flüssigkeit und es steigen Bläschen auf.
Nach ungefähr einer Woche sind unsere Sauren Gurken fertig und passen am Besten zu einer Fettbemme (Scheibe Brot mit Schmalz) auf frischem Roggenbrot.
Last-Modified: Sat, 06 Feb 2010 19:40:07 GMT