Eine Glosse zur Thüringer Rostbratwurst

Traditionsgemäß auf dem offenen Grill gebraten, schmeckt aber auch aus der Pfanne.

Eine Glosse vorab

Bratwurst

Die Thüringische Nachrichtenagentur "Thuringia Recent News", kurz TRN, ging vor einiger Zeit einmal der Frage nach, warum die "Thüringer Bratwurst" am Aussterben ist.

Dabei traf TRN auf einen der wahrscheinlich letzten lebenden homoiden Fossile der Bratwurstesser in Thüringen, Herrn Griebe. Hier nun das Interview:

TRN: Herr Griebe, Ihr Name erinnert an Griebenschmalz. Haben Sie irgendwas damit zu tun?

Griebe: Ja, ich esse gerne so richtig fette Dinge wie es die Thüringer Bratwurst einst war.

TRN: Sie sagten "einst war", heißt das, dass die Thüringer Bratwurst heute nicht mehr zu den fetten Dingen des Lebens gehört?

Griebe: So ist es. Die Thüringer Bratwurst heute, sagen wir besser, die Bratwürste, die heutzutage in Thüringen und auch in anderen Bundesländern als "Thüringer Bratwürste" verkauft werden, sind zum Teil kalorienärmer als die Brötchen, welche es dazu gibt.

TRN: Herr Griebe, was sagen Sie zu den patentrechtlichen Streitereien um den Begriff "Thüringer Bratwurst"?

Griebe: Überflüssig!

TRN: Warum das denn?

Griebe: Weil es mit oder ohne patentrechtliche Registrierung so richtige "Thüringer Bratwürste" sowieso nicht mehr geben wird. Wie schon gesagt, früher waren die Bratwürste so richtig fett und obendrein leicht angepökelt. Alles Dinge die heutzutage niemand mehr will. Pökelsalz wird beim Braten auf Holzkohle zu Nitrit und damit zu einer krebserregenden Substanz. Und wer will schon Fett...

TRN: Verraten Sie uns das Rezept einer herkömmlichen richtigen "Thüringer Bratwurst"?

Griebe: Ja gerne. Hackfleisch, sehr fein gehackt oder gecuttert wird gewürzt mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und ein bischen Muskat. In manchen Gegenden kommt auch eine Spur Anis hinzu oder Kümmel. Auf jeden Fall Pökelsalz, das erzeugt nach dem Braten der Wurst, die in einen Naturdarm gefüllt wurde, eine appetitliche zartrosa Färbung. Und nicht zu vergessen: die Fettgrieben.

TRN: Vielen Dank Herr Griebe, für Ihr aufschlussreiches Gespräch!

Disclaimer: Die Geschichte ist frei erfunden.


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