Emtec Cube q700 NAS Samba immer starten

Multimedia und NAS in einem Gerät, Zugriff auf der Kommandozeile, SMB im Startup

Samba Server und die NAS Funktion

Das Gerät vom Hersteller EMTEC verfügt über eine NAS Funktion, NAS: Network Attached Storage. Über dieses nützliche Feature kann das Gerät mit mp3's und anderen Multimediadateien betankt werden, oder auch einfach als Massenspeicher im LAN Verwendung finden. Die Werkseinstellungen erlauben das Einschalten der NAS-Funktion über das Menu, was jedoch etwas umständlich ist und für das Abspielen von Medien außerdem eine Unterbrechung bedeutet. Es ist also naheliegend, diese Funktion dauerhaft verfügbar zu machen. NAS muss dann nicht extra über das Menu gestartet werden und das kleine Gerät kann sozusagen während der Fahrt mit mp3's oder Playlisten aufgeladen werden.

Im Folgenden die einzelnen Schritte zum Einrichten:

Netzwerk Setup

Das Gerät benötigt eine IP-Adresse. Die Vergabe einer Solchen erfolgt über das Setup-Menu. Es kann eine feste IP-Adresse vergeben werden oder eine IP-Konfiguration als Lease von einem DHCP-Server.

Starten des Sambaservers

Nach der Vergabe einer IP-Adresse kann ebenfalls per Setup-Menu der NAS-Service gestartet werden. Nach dem Start der NAS Funktion testen wir den Zugang zur Festplatte, dazu geben wir in der Eingabeaufforderung ein:

\\NAS

Es sollte der Explorer aufgehen und die Freigaben anzeigen, beispielsweise HDD1 und HDD2. Sofern das funktioniert starten wir eine Telnet-Konsole:

telnet NAS
telnet 10.0.0.5

entweder über den Netbiosnamen NAS oder die LAN-IP-Adresse.

NAS dauerhaft verfügbar machen und die smb.conf

Ein Blick in die Prozessliste (Komando ps im Telnet Fenster) sollte u.a. diese Dienste zeigen:

258 root       1380 S   /usr/sbin/nmbd -D
261 root       2132 S   /usr/sbin/smbd -D
263 root       2116 S   /usr/sbin/smbd -D

Diese beiden Dienste, smbd und nmbd können in die Datei:

Start Datei rcS (Groß und Kleinschreibung beachten)
/usr/local/etc/rcS

zwei Zeilen am Ende der Datei eintragen
/usr/sbin/nmbd -D
/usr/sbin/smbd -D

mit o.g. Paramter eingetragen werden. Damit wird die NAS Funktion bereits beim Hochfahren gestartet. Schauen wir nun noch in die Konfigurationsdatei des Samba Servers. Hierin stehen die Freigaben, der Syntax ist einfach:

/usr/local/etc/smb.conf

[global]
        load printers = no
        disable spoolss = yes
        syslog = 1
        security = share
        use sendfile = yes
        read raw = yes
        write raw = yes
        dns proxy = no
        debug level = 0
        netbios name = NAS
        workgroup = MSHOME
        server string = Samba Server
[Records]
        comment = Rec Partition
        path = /usr/local/etc/hdd/dvdvr
        writable = no
        read only = yes
[HDD1]
        comment =HDD Partition 1
        path = /usr/local/etc/hdd/volumes/HDD1
        hide dot files=yes
        hide files=/.*/lost+found
        guest ok=yes
        writable = yes
        read only = no
        force create mode=0775
        force directory mode=0775
[HDD2]
        comment =HDD Partition 2
        path = /usr/local/etc/hdd/volumes/HDD2
        hide dot files=yes
        hide files=/.*/lost+found
        guest ok=yes
        writable = yes
        read only = no
        force create mode=0775
        force directory mode=0775

Ebenfalls per Setup Menu gibt es die Möglichkeit zum Formatieren der HDD1 und HDD2, beim Formatieren mit FAT32 ist zu beachten, dass die maximale Dateigröße auf 4 GB begrenzt ist. Eine Alternative zu FAT32 ist für den Q700 mit dem Dateisystem NTFS gegeben.

M3U Playlisten erstellen

Eine Playliste ist nichts weiter als eine Textdatei, in jeder Zeile steht der absolute Pfad zu einer Mediendatei, z.B. einer Audiodatei.mp3 oder einer Videodatei. Für den Q700 lässt sich eine Playliste für Audiodateien so einbinden, dass über eine Taste auf der Fernbedienung das Abspielen von Musik gestartet werden kann. Für den Q700 sind jedoch ein paar Besonderheiten zu beachten, siehe dazu die nächsten Abschnitte.

Eine Playlist, die per Fernbedienung abspielbar ist, kann auf jeder Partition im Stammverzeichnis angelegt werden und besteht aus zwei Dateien:

m3u.Music
m3u.info

Der Inhalt der Datei m3u.Music sind die Pfade zu den mp3-Dateien, beispielsweise so:

HDD1//mp3/CSN/Crosby Stills Nash and Young - Ohio.mp3
HDD1//mp3/Santana/Supernatural/09-Corazon Espinado (featuring Mana).mp3
HDD1//mp3/Bee Gees/Still Waters/07-Irresistible Force.mp3

Hier haben wir drei Titel, damit ergibt sich der Eintrag in die Datei m3u.info wie untenstehend:

3
0
0
0

In m3u.info findet sich also die Anzahl der in m3u.Music erstellten Einträge, diese Datei ist beim Erstellen einer Playlist entsprechend anzupassen. Tipp: Eine Playlist kann vorteilhaft mit Perl erstellt werden, je nach Bedarf kann dazu ein Shuffle mit Perl selbst erfolgen oder die auf der Fernbedienung entsprechende Taste wird während des Abspielen kurz gedrückt (Shuffle ein/aus).


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