Es ist möglich, daß die Entstehung menschlichen Lebens in einem viel kürzeren Zeitraum erfolgte als bisher angenommen
Die Entstehung des Lebens ist kein Zufall. Genauso wie Wasserstoff und Sauerstoff zwangsläufig miteinander reagieren wobei Wasser entsteht, folgt auch die Entstehung komplexer organischer Verbindung den Grundgesetzen der Thermodynamik. Das heißt, daß die Aminosäuren langkettiger Moleküle (Enzyme, Proteine, Peptide) nicht zufällig zueinander finden, sondern daß diese Verbindungen sozusagen augenblicklich entstehen wenn die Bedingungen (Druck, Temperatur, Konzentration beteiligter Stoffe usw.) dafür gegeben sind. Aus dem Chemieunterricht wissen wir, daß diese Übergänge, also die Entstehung neuer Verbindungen mit dem Übergang von Energiezuständen einhergehen. So muß man beim Zerlegen von Wasser in Wasserstof und Sauerstoff Energie aufwenden, während bei der Reaktion der beiden Elemente Energie freigesetzt wird (Knallgasreaktion), es ergibt sich eine energieärmere Verbindung die aufgrunddessen chemisch stabil ist. Und genauso wie diese Naturgesetze in der anorganischen Chemie wirken, wirken sie auch in der organischen Chemie.
Bei den Enzymen des Lebens handelt es sich also um Verbindungen die unter den Bedingungen unseres Lebensraumes (Klima, Temperatur usw.) chemisch stabil sind. Aber nicht nur die Enzyme selbst sondern auch die dazugehörigen DNA-Sequenzen der Basen Adenin, Thymin (RNA: Uracil), Cytosin und Guanin sind chemisch stabil gekapselt, so daß eine Proteinsynthese reproduzierbar und kurzfristig vonstatten geht. Maßgeblich dazu bei tragen Anziehungskräfte (Wasserstoffbrücken) die zur Paarung von Adenin mit Thymin (Uracil) und Guanin mit Cytosin führen und somit liegt die DNA eines jeden Spezies in Form von Schleifen vor, den sogenannten Chromosomen die deswegen so heißen weil sie spezifische Farbreaktionen ergeben.
Es ist durchaus möglich, daß die Entstehung menschlichen Lebens aufgrund natürlicher Gesetzmäßigkeiten in einem viel kürzeren Zeitraum erfolgte als bisher angenommen, also nicht in Millionen von Jahren sondern vielleicht in ein paar Tausend Jahren. Auf jeden Fall können wir davon ausgehen, daß jede Art unserer Biosphäre, auch der Spezies Mensch auf unserem Planeten entstanden ist. Und daß die Naturgesetze die dazu führen auch auf anderen Planeten gelten.
Darwin u.v.a. Forscher (Quelle) gehen davon aus, daß die heutige Artenvielfalt dadurch entstanden ist, als daß sich höhere Lebensformen aus niedrigeren Lebensformen entwickelt haben. Also daß jede Art eine Vorgänger-Art hat aus der sie sich entwickelt hat. Das Problem dieser Abstammungslehre ist jedoch, daß es dafür überhaupt gar keinen Beweis gibt, denn hierzu fehlen die sog. Bindegliede (the missing link issue). Ich selbst vertrete die Auffassung, daß alle heute auf der Welt vertretenen Spezies parallel entstanden sind und sehe diese Ansicht keineswegs als Widerspruch zum Fakt, daß die Entwicklung vom Niederen zum Höheren erfolgt.
Auf jeden Fall sind wir uns einig darüber, daß die Entstehung des Lebens natürlichen Gesetzmäßigkeiten, insbesondere den Hauptsätzen der Thermodynamik folgt (Quelle). Und genauso wie sich Sauerstoff und Wasserstoff unter bestimmten Bedingungen miteinander vereinigen, entstehen auch die Moleküle des Lebens (Aminosäuren, Peptide, Enzyme usw.) unter bestimmten Bedingungen und sind, genauso wie Wassermoleküle auch unter Bedingungen stabil, die von den Bedingungen der Entstehung weit abweichen können. Und so können wir auch davon ausgehen, daß diese Bedingungen (Druck, Temperatur, Konzentration der Ausgangsstoffe, Gravitation, Atmosphäre) über Zeiträume von mehreren tausend oder gar Millionen Jahren ganz sicher nicht gleichgeblieben sind. Wenn wir also abschätzen möchten, welchen Zeitraum die Entstehung einer Art benötigt, müssen wir selbstverständlich auch Letzteres berücksichtigen.
Schwer vorstellbar ist infolgedessen, daß sich die Spezie Mensch unter den Bedingungen der heutigen gemäßigten Klimazonen (Mitteleuropa) herausbilden konnte. Denn der Mensch kommt nackt zur Welt und ist, im Gegensatz zu anderen Arten, die z.B. Winterschlaf halten, ohne eine gewisse Entwicklung der Produktivkräfte welche die Herstellung von Kleidung, Schuhwerk, Lebensmitteln und Behausung ermöglichen, bei winterlichen Temperaturen unter -10°C überhaupt nicht überlebensfähig. So lässt sich leicht feststellen, daß die Besiedlung kälterer Gefilde durch den Menschen eines fortschrittlichen Standes der Entwicklung der Produktivkräfte bedarf, im Gegensatz zu Arten die auf das Überleben unter extremen klimatischen Bedingungen seit ihrer Geburt spezialisiert sind. Derartige Spezialisierungen sind zum Beispiel die genetisch kodierte Veranlagung zum Winterschlaf, ein dichtes Fell oder Federkleid und Fähigkeiten die der Nahrungsbeschaffung dienlich sind.
Im letzten Abschnitt ist der Begriff der Entwicklung der Produktivkräfte gefallen. Es liegt auf der Hand, daß auch diese Entwicklung natürlichen Gesetzmäßgkeiten folgt, genauso wie die Entwicklung der Systeme menschlicher Gesellschaften und die Herausbildung von Klassen von der Urgesellschaft bis zum Kapitalismus. Möglicherweise ist es genau das, was der Neandertaler im Gegensatz zum modernen Menschen (Homo Sapiens) nicht hinbekommen hat und ist deswegen ausgestorben. Vielleicht wurde er aber auch durch die fortschreitende Besiedlung seiner Gebiete durch den moderne Menschen einfach nur zurückgedrängt oder an seiner eigenen gesellschaftlichen und kulturellen Weiterentwicklung gehindert.
Anhand des bisher Gesagtem, ist die Begründung des Aussterben der Dinosaurier durch einen Meteoriten-Einschlag vor 65 Millionen Jahren geradezu lächerlich. Denn das würde ja bedeuten, daß es die Dinosaurier heute noch geben müsste, wenn der Meteorit nicht gewesen wäre, was natürlich Quatsch ist. Zumal es sich bei Meteoriteneinschlägen um lokale Ereignisse handelt. Anders hingegen der Gedanke, daß die Dinosaurier deswegen ausgestorben sind, weil sich bestimmte Bedingungen so drastisch verändert haben, daß ein Fortbestand dieser Spezies nicht mehr möglich war. Wie wäre es z.B. mit Klima, Luftdruck, Luftzusammensetzung und Gravitation? Bekanntlich lebt auf dem Lande heute keine Art mit mehr als 6 Tonnen Gewicht, alles was mehr als diese Masse auf die Waage bringt lebt im Wasser, ist also auf dem Lande wegen der Schwerkraft gar nicht lebensfähig! Des Weiteren wären die Fragen der Lebensweise, Nahrungsangebot und Spezialisierung zu berücksichtigen im Zusammenhang mit dem Verschwinden einer Art.
Die DNA eines Menschen, das gesamte Erbgut steckt in 46 Chromosomen und diese 46 Chromosomen befinden sich in jeder Zelle eines Menschen. Der Informationsgehalt besteht darin, den Aufbau einer jeden einzenen Zelle eines Menschen zu kodieren wobei es über 300 verschiedene Zellen gibt. Ein Bauplan ist das jedoch nicht, denn das Erbgut beschreibt ja nicht, wieviele Zellen es gibt und wie diese Zellen zusammengefügt werden sollen. Einfache Frage: Würde es überhaupt einen Sinn machen, in den Erbanlagen beispielsweise festzulegen wieviele Hautzellen der Mensch braucht? Die Antwort liegt auf der Hand: Sowas ist nicht sinnvoll, denn die Anzahl der Hautzellen richtet sich nach dem Verlauf des Wachstums eines Menschen. Allein diese einfache Frage nach der Anzahl bestimmter Zellen und deren Antwort macht deutlich, daß die gesamte DNA eines Menschen keinen Bauplan darstellt. Von daher gehört die Behauptung, daß man Menschen klonen kann in den Bereich der Fabeln und Märchen.
Die Frage ist berechtigt. Insbesondere wegen der bemerkenswerten Konstanz der Körpertemperatur, was auf einen ausgeklügelten Mechanismus der Temperatur-Regelung schließen lässt. In der Tat ist es bis heute nicht gelungen, die Stelle im Körper zu bestimmen, wo die Sollwert-Vorgabe, also diese 37°C kodiert sind. Weit gefehlt jedoch die Annahme, daß wechselwarme Tiere über keine Regelung bezüglich ihrer Körpertemperatur verfügen. Denn Reptilien u.a. wechselwarmen Tiere regeln die Körpertemperatur über ihr Verhalten. Ist es einem Krokodil zu warm in der Sonne, taucht es einfach ab. Die Fage ist aber auch hier, woher die Echse weiß wann sie sich verkriechen muss um einer Überhitzung zu vorzubeugen.
Und auch wechselwarme Tiere müssen Energie erzeugen, beispielsweise dafür daß sie sich fortbewegen können. Der Unterschied zu den Lebewesen mit konstanter Temperatur besteht lediglich darin, daß Letztere mehr Energieumsatz haben, eben um ihre Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Letztendlich gelten die Grundgesetze der Thermodynamik gleichermaßen sowohl bei wechselwarmen als auch bei gleichwarmen Lebewesen, denn jede chemische Reaktion läuft nur unter bestimmten Bedingungen ab, genauer gesagt in die gewünschte Richtung. So ergibt sich die Körpertemperatur als ein Zusammenspiel zahlreicher Enzyme welche für die Energieerzeugung (Muskelarbeit, Wärme) eines Lebewesen zuständig sind, wobei die Energieerzeugung selbst in den Mitochondrien der Körperzellen stattfindet.
In untenstehender Quelle legt der Autor Hoimar von Ditfurth ein bemerkenswertes Zeugnis ab über den einheitlichen Aufbau der Materie. Diese Einheitlichkeit ist das Ergebnis dessen, daß die Gesetze der Thermodynamik eben überall gleichermaßen wirken. Ditfurth beschreibt seine Suche nach einem fossilen Enzym des Lebens und er fand dieses Fossil in Gestalt des Enzyms Cytochrom c, was in jedem Lebewesen für die Energieerzeugung essentiell ist. Cytochrom c besteht aus 104 Aminosäuren, artenspezifisch ist nur, daß die Anordnung der Aminosäuren in diesem Molekül von Spezie zu Spezie unterschiedlich ist. So besteht der Unterschied im Cytochrom c des Menschen zum Cytochrom c des Rhesusaffen nur darin, daß sich an Position 46 eine andere Aminosäure befindet. Und allein dieser klitzekleine Unterschied bedeutet, daß das Cytochrom c eines Affen in einem menschlichen Körper wirkungslos ist, also zur Energieerzeugung nicht taugt.
Zweifelsfrei sind Tiere lernfähig. Vögel haben zwar von Geburt an Flügel, aber das Fliegen müssen Sie selber lernen, genauso wie jedes andere Tier das Laufen und Fertigkeiten zur Nahrungsbeschaffung. Der Unterschied zwischen einem Raubtier und einem Menschen besteht jedoch darin, daß ein Raubtier seine Jagdwaffen nicht erst bauen muss sondern einfach die Werkzeuge nutzt die ihm von Geburt an gegeben sind. Beeindruckend sind auch fleischfressende Pflanzen, die sowohl auf das Fangen als auch auf das Verdauen von Insekten spezialisiert sind. Spezie Mensch hingegen ist auf gar nichts, ja nicht einmal auf eine bestimmte Nahrung spezialisiert. Das Gebiss eines Menschen zeichnet ihn zwar als Allesfresser aus und er könnte lernen, sich von Pflanzen und Beeren zu ernähren oder Fische mit den bloßen Händen zu fangen und roh zu verspeisen. Derartige Fertigkeiten allein jedoch reichen nicht den Fortbestand des Spezies Mensch zu sichern. Denn er braucht festes Schuhwerk, eine schützende Kleidung und ein Dach über dem Kopf.
Mit diesen Überlegungen sind wir an einen Punkt gelangt, ab dem wir den wesentlichen Unterschied zwischen Mensch und Tier definieren können: Die Rolle des Geistes, des Bewusstseins. Infolge dieser Entwicklung unterblieb die Spezialisierung der Art Mensch in Gestalt anatomischer Merkmale wie z.B. ein dichtes Fell und scharfe Krallen. Anstelle dessen entwickelte der Mensch eine Strategie die sich bis heute bewährt hat: Die gesellschaftliche Arbeitsteilung! Vom Jäger und Sammler bis zum Fließbandarbeiter und Softwareentwickler, begleitet ist diese Entwicklung natürlich auch von der Entwicklung der Produktivkräfte und der Herausbildung von Klassen in menschlichen Gesellschaften.
So gesetzmäßig die Entstehung der Moleküle des Lebens ist, so gesetzmäßig verläuft auch die Entwicklung menschlicher Gesellschaften. Denn Materie und Geist bilden eine Einheit, das Sein bestimmt das Bewusstsein und umgekehrt. Es ist ein dialektischer Zusammenhang voller Widersprüche. Aber es sind genau diese Widersprüche welche die Triebkräfte der Entwicklung sind. Während die Entwicklung der Produktivkräfte zur Herausbildung von Klassen und zur Ausbeutung von Menschen durch Menschen führte, wird die Weiterentwicklung des Bewusstseins schließlich auch dazu führen, den Widerspruch zwischen gesellschaftlicher Arbeit und privater Aneignung dieser, zu beseitigen.
Hoimar v. Ditfurth, Wir sind nicht nur von dieser Welt
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