Sein oder Nicht Sein, Demografie und Demokratie

Über gesellschaftliche Arbeit, menschliches Bewusstsein und den Unterschied zwischen Mensch und Tier

Das gesellschaftliche Sein ist dadurch bestimmt, daß der Mensch jede produktive Tätigkeit gesellschaftlich einbringt (Arbeitsteilung). Das liegt einmal daran, daß der Mensch biologisch nicht spezialisiert ist wie das alle Tiere sind. Beispielsweise haben Vögel Flügel die ihnen die Fähigkeit zum Fliegen verleihen (das Fliegen jedoch ist eine Fertigkeit die sie selbst lernen müssen). Auch wächst dem Menschen kein dickes Fell, ganz im Gegenteil: Der Mensch ist sein Leben lang darauf angewiesen, sich selbst der Witterung entsprechend zu kleiden und dafür eben die Kleidung selbst zu produzieren.

Die Produktion von Kleidung, Behausung und Nahrungsmitteln erfolgt beim Menschen durch den Menschen infolge Arbeitsteilung. Das ist genau das, was den Menschen vom Tier unterscheidet, während ein Vogel lernt seine Flügel zu gebrauchen, lernen Menschen miteinander umzugehen und sich die Arbeit zu teilen: Vom Jäger und Sammler zum Ackerbauer und Viehzüchter, vom Ackerbauer und Viehzüchter zum Ingenieur und Flugzeugkonstrukteur (und schon kann der Mensch auch fliegen).

Das Mehrprodukt als Voraussetzung zur Ausbeutung

Gesellschaftliche Arbeit hat jedoch noch einen anderen Effekt: Das Mehrprodukt. D.h., daß stets mehr produziert als verbraucht wird. Es liegt auf der Hand, daß eine Produktion geplant werden muss, bspw. so daß ein Überschuss an Nahrungsmitteln als Vorrat über den Winter eingelagert wird. Gleichermaßen ist dieses Mehrprodukt die Voraussetzung dafür daß sich der Handel entwickelt und leider auch die Voraussetzung dafür daß Menschen Menschen ausbeuten können. Durch Ausbeutung jedoch bekommt die gesellschaftliche Arbeitsteilung einen ganz anderen Sinn als den der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse wie Wohnen, Essen und Kleidung usw.

Wenn der Profit das Ziel ist, landet das Ergebnis gesellschaftlicher Arbeit in privaten Taschen und nicht in der Gesellschaft. Die Umwelt wird systematisch zerstört und der Bevölkerungszuwachs erfolgt völlig unkontrolliert denn die Marktwirtschaft die ja angeblich alles wie von selbst regelt, regelt in Sachen Demografie nämlich gar nüscht. So entstehen dann diese und jene Märchen die in Rundfunk, Presse und Fernsehen verbreitet werden.

Die Lüge von der Überbevölkerung

Eng verwandt mit diesem Thema: Pflanzenschutzmittel. D.h., man lügt uns die Hucke voll, daß es ohne Glüfosaat nicht mehr möglich ist, die Weltbevölkerung zu ernähren. Natürlich wissen wir alle, daß das eine Lüge ist, denn in Wirklichkeit liegt erstens eine Überproduktion an Nahrungsmitteln vor (die Getreidesilos von Rheindürkheim sind noch vom letzten und vorletzten Jahr gut gefüllt), zweitens gibt es auch in Deutschland riesige Flächen die gar nicht genutzt werden und drittens ist es für die Bauern viel profitabler Pfanzen anzubauen die unmittelbar industriell verarbeitet und technisch genutzt werden (Ölsaaten).

Grüne Kreuze in den Äckern dienen der Unterstützung dieser Propagandalüge. Wir als Radfahrer und Wanderer sollen Rücksicht nehmen auf Erntemaschinen die breit wie Schaufelradbagger sind und wer beim Radfahren eine Ladung Pflanzenschutzmittel aus dem Hubschrauber abbekommt hat dann eben mal Pech gehabt. Wobei man diese Pflanzenschutzmittel nach dem Giftgesetz der DDR als Gifte der Abteilung Eins (Kennzeichnung: Weißer Totenkopf auf schwarzem Grund) einordnen würde, also Gifte die genauso giftig sind wie Zyklon B (Blausäure).

Wer’s immer noch nicht verstanden hat: Den Bauern des Kapitalismus ist es scheißegal, ob wir genug zu essen haben, die produzieren um Profite zu machen und nicht etwa um irgendwelche Bedürfnisse zu befriedigen. Solche Bauern brauchen wir nicht!

Rückblick: Neandertaler

Ich denke, der wesentliche Unterschied zwischen Mensch und Tier ist nicht die Arbeit schlechthin, sondern die Art und Weise wie gearbeitet wird, also die gesellschaftliche Arbeitsteilung. Die findet man ansatzweise auch bei den Tieren, bspw. jagen Wölfe im Rudel und ein Biber baut Dämme wenn er Wasser an einem bestimmten Ort benötigt, das ist schon erstaunlich. Und siehe Bienen, die entwickeln richtige Monarchien mit Arbeitern, Drohnen und einer Königin. Aber auch hier gibt es den Unterschied, daß diese Art gesellschaftlichen Lebens keine Weiterentwicklung erfährt sondern seit Jahrtausenden auf einem bestimmten Niveau stehengeblieben ist, während der Mensch sich eben auch gesellschaftlich weiterentwickelt.

Vermutlich ist es gerade auch die Fähigkeit zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung in welcher der heutige Homo Sapiens die größten Fertigkeiten entwickelt hat, was dazu führte daß der Neandertaler ausgestorben ist. Und das, obwohl der Neandertaler dem Sapiens körperlich total überlegen war. So wurde der Neandertaler wahrscheinlich gar nicht durch Kriege besiegt sondern verkümmerte infolge der Überlegenheit des Homo Sapiens und dessen höheren Entwicklungsstand in Sachen Nahrungsbeschaffung, Häuserbau usw.


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