Der Schwur von Buchenwald MCMXLV

56000 Widerstandskämpfer ließen im KZ Buchenwald ihr Leben für ein Sozialistisches und Demokratisches Deutschland was mit der DDR Wirklichkeit wurde

11.4.1945 - Selbstbefreiung Konzentrationslager Buchenwald

Fritz Cremer

Am 19. April 1945 schworen 21.000 durch eigenen Kampf Befreite, sie seien bereit, den Nazismus mit seinen Wurzeln aus­zurotten, eine Welt des Friedens und der Freiheit aufzubauen.

Vor über 80 Jahren kamen die ersten Gefangenen nach Buchenwald, und 43 Jahre liegt jetzt schon ihre heroische Selbst­befreiung zurück. Gerade diese Selbstbefreiung jedoch ist es, die immer wieder auf Interesse stößt, deren Realität aber immer wieder auch angezweifelt wird. Den Autoren dieses Buches ist es gut gelungen, die Entwicklung zu skizzieren, die im Konzen­trationslager Buchenwald zur Selbstbefreiung führte. Sie haben Tatsachen von Legenden getrennt, zahlreiche Quellen und lebende Zeugen herangezogen, um die historische Wahrheit zu erkunden. Wir ehemaligen Buchenwalder sind ihnen dafür dankbar.

Die ehemaligen deutschen politischen Häftlinge der Gefäng­nisse, Zuchthäuser und Konzentrationslager, die Angehörigen der Partisanenabteilungen vieler Länder, die zurückgekehrten Emigranten, die Kämpfer in den Reihen des Nationalkomitees „Freies Deutschland“ sind stolz, daß der Schwur in unserer sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik verwirk­licht wurde, die zum festen Bestandteil der um die Sowjet­union gescharten sozialistischen Staatengemeinschaft gehört.

Quelle

MCMXLV: So lautet die Inschrift auf dem Glockenturm. 1945, Zur Mahnung. Die Wurzeln des Faschismus liegen weiterhin im heutigen Kapitalismus!

18.8.1944 - Ermordung Ernst Thälmann

KZ Buchenwald Eingangstor

Am 18. August 1944 wurde der Reichstagsabgeordnete der Kommunistischen Partei Deutschland, Genosse Ernst Thälmann, heimtückisch und hinterrücks von den Faschisten im KZ Buchenwald ermordet. Dieser feige Mord war nur noch die Folge einer langjährigen, fanatischen Kommunistenverfolgung, mit der die Nazis jeden Widerstand gegen den Faschismus im Keime zu ersticken versuchten.

Ernst Thälmann hatte gewarnt: „Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler. Und wer Hitler wählt, wählt den Krieg!“ Und so geschah es auch. Mit diesem Krieg suchte die deutsche Monopolbourgeoisie sich aus den Zwängen der Erpressung durch den USA-Imperialismus zu lösen, indem sie nun wiederum selbst andere Länder überfiel und ausplünderte. Dieser vom deutschen Faschismus angezettelte Krieg forderte mehr als 70 Millionen Todesopfer.

Buchenwald als Internierunglager 1945 - 1950

Nur die SMAD (Sowjetische Militäradministration) handelte gemäß den in Potsdam gefassten Beschlüssen und nutzten dazu Buchenwald als ein Internierunglager, hauptsächlich ging es darum festzustellen wer ein Kriegsverbrecher war oder an Solchen einen Anteil hatte. An Arbeit mangelte es nicht, die Siedlung der Nazibonzen am Südhang des Ettersberges wurde abgerissen und nicht weit davon fanden tausende Leichen des Konzentrationslagers in Massengräbern ihre letzte Ruhestätte. So entstanden die 3 Ringgräber, verbunden über die Straße der Nationen als eine Anlage der Nationalen Mahn und Gedenkstätte Buchenwald unterhalb der einstigen Siedlung der Naziführer des KZ Buchenwald. Über diese Arbeiten gibt es Dokumentarfilme die bis in die 70er Jahre hinein der Öffentlichkeit verfügbar gemacht wurden. Ebenso gab es in der Zeit des Internierungslagers eine Bibliothek wo den Internierten die Werke von Stalin und Lenin zur Verfügung standen, gleichermaßen gab es Veranstaltungen zur politischen Schulung. Mit dem Glockenturm und dem Aufstellen der Gruppenplastik von Fritz Cremer (siehe Foto obenstehend) wurden die Arbeiten am Südhang des Ettersberges beendet und das Internierungslager wurde aufgelöst.


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