Gesellschaftlich eingebrachte Arbeit, Mehrwert, Profit und Privateigentum

Die Ursache für das Elend auf dieser Welt ist das Privateigentum an Produktionsmitteln

An Privateigentum an sich ist nichts auszusetzen. Gesellschaftlich bedeutsam jedoch wird das Privateigentum an Produktionsmitteln weil das zur Privaten Aneignung gesellschaftlich eingebrachter Arbeit und dem damit erzeugten Mehrwert führt. Ein Mehrwert für die Gesellschaft ergibt sich unter diesen Umständen gar nicht. Eine Verstaatlichung von Unternehmen ändert nichts an dieser Tatsache weil der Staat eng verschmolzen ist mit dem Finanzkapital und demzufolge nur die Interessen Privater Unternehmer vertritt.

Über den Wert der Arbeit, Mehrwert und den Wert einer Ware

Beim Verkauf einer Ware entsteht kein Mehrwert. Jedoch ist jeder Handel mit Waren mit der Absicht verbunden, Gewinne zu erzielen. Insofern ist der Handel mit jeder beliebigen Ware ein Spekulationsgeschäft in welchem der Verkäufer einen möglichst hohen und der Käufer einen möglichst niedrigen Preis anstrebt (Marx, Das Kapital). Dieser einfache Zusammenhang ist interessant zum Verständnis dessen, was ein Unternehmer tun muss wenn er Arbeitskräfte einstellt: Stets einen niedrigeren Preis bezahlen als den welchen die Arbeit wert ist, denn die Arbeit ist ja auch eine Ware! Von daher ist es unter kapitalistischen Produktionsverhältnissen ganz normal, daß es für gleiche Arbeit eben nicht den gleichen Lohn gibt und es damit natürlich niemals eine Gleichberechtigung geben kann. Die Preise schließlich werden maßgeblich an der Börse bestimmt. So wird beispielsweise ein Energieerzeuger bestrebt sein, seinen Strom nicht unter dem an der Börse notierten Preis zu verkaufen und das trifft selbstverständlich auch für alle anderen Privatunternehmer und deren Produkte wie auch Mieten usw. zu.

Diese einfachen Zusammenhänge haben natürlich Konsequenzen. Eine permanente Überproduktion und die Zerstörung von Natur und Umwelt sind nicht gerade triviale Folgen dieser Produktionsweise, die mit der Befriedigung von Bedürfnissen ganz und gar nichts zu tun hat. Der Grad der Ausbeutung lässt sich messen anhand der Spanne zwischen dem wahren Wert einer Arbeit und dem Lohn welchen der Unternehmer dafür zahlt. Genau hier an dieser Stelle entsteht Profit den sich der Unternehmer privat aneignet. Allein daran sehen wir, daß unser Kaufverhalten darauf gar keinen Einfluß hat. Es ist sogar so, daß bereits mit Profiten Spekulationsgeschäfte betrieben werden und die private Aneignung bereits stattindet bevor eine Ware überhaupt produziert worden ist.

Warum Mindestlöhne ungerecht sind

Aus dem bisher Gesagtem geht hervor, daß Mindestlöhne ungerecht sind, denn sie haben überhaupt gar keinen Wertebezug. Ein Mindestlohn ist eine willkürliche Festlegung ohne Bezug zum Wert der geleisteten Arbeit und ohne jeglichen Bezug zum mit dieser Arbeit erzeugten Mehrwert. Dieselbe Begründung gilt auch für ein sogenanntes bedingungsloses Mindesteinkommen, abgesehen davon, daß Arbeit ja auch ein Bedüfnis ist was bei einem bedingungslosen Mindesteinkommen in keinster Weise Berücksichtigung findet.

Im Kapitalismus gibt es nur Privatunternehmen

Egal ob staatliche oder kirchliche Unternehmen, im Kapitalismus ist jedes Unternehmen privat finanziert und basiert auf dem Privateigentum an Produktionsmitteln. Auch Geld in Stiftungen sind privates Kapital!


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